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Das Gebiet Kokořínsko

Das Kokořín-Gebiet im Herbst: eine Landschaft voller Farben, Felsen und Geheimnisse

Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet und die Wälder in allen Schattierungen von Gelb, Orange, Rot und Braun erstrahlen, ist die beste Zeit gekommen, das Kokořínsko zu entdecken. Diese Region, die zu jeder Jahreszeit wunderschön ist, erhält im Herbst einen ganz besonderen Zauber. Sandsteinfelsen ragen aus den farbenprächtigen Wäldern empor, der Morgennebel hüllt die Täler ein und die Wasserflächen der Teiche spiegeln die goldfarbenen Baumkronen wider.

Das herbstliche Kokořín-Gebiet lädt zu gemächlichen Streifzügen ein. Der sommerliche Trubel an den meistbesuchten Orten verstummt, die Waldwege leeren sich und der Besucher hat mehr Gelegenheit, die Stille, den Duft von feuchtem Laub und die geheimnisvolle Atmosphäre der Felsschluchten zu geniessen.

(foto Martin Karlík)

Die Burg Kokořín – romantisches Wahrzeichen der Region

Einer der Orte, den kein Besucher verpassen sollte, ist natürlich die Burg Kokořín. Die romantische Silhouette der mittelalterlichen Burg, die sich über dem tiefen Kokořín-Tal erhebt, wirkt im Herbst aussergewöhnlich malerisch. Vom Burgturm aus eröffnet sich ein Blick auf die weite Umgebung, in der sich die Wälder in ein buntes Mosaik aus Farben verwandeln.

Die Umgebung der Burg ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Sie können durch das Kokořín-Tal wandern, die Felsformationen besichtigen oder weiter in Richtung Harasov und „Pokličky“ gehen.

 

Harasov – ein herbstlicher Spiegel der Felsen

Zu den romantischsten Orten der Region Kokořín gehört der Harasov-Teich. Seine Wasserfläche wird von hohen Sandsteinfelsen gesäumt, und im Herbst verwandelt sich das Wasser hier in einen Spiegel der farbenprächtigen Bäume. Ein Spaziergang um den Teich gehört zu den angenehmsten Kurzausflügen in der gesamten Region.

Gerade die Verbindung aus Wasser, Felsen und farbenprächtigem Wald schafft eine Kulisse, die zu den Symbolen der Region Kokořín gehört. Harasov kann man separat besuchen oder in eine längere Route zwischen der Burg Kokořín und Mšeno einbauen.

Die Kokořínské Pokličky – eine natürliche Skulpturengalerie

Kaum ein Ort verkörpert den Charakter der Region Kokořín so gut wie die berühmten Pokličky. Die bizarren Sandsteintürme, die von mächtigen Fels „Hüten“ gekrönt werden, sind das Ergebnis millionenjähriger Einwirkung natürlicher Kräfte.

Im Herbst sind die „Pokličky“ von einem farbenprächtigen Wald umgeben, was dem Besuch eine ganz neue Dimension verleiht. Der Weg dorthin führt durch den Wald und über steile Treppen, doch als Belohnung erwartet einen der Blick auf eine der bemerkenswertesten Naturformationen in Böhmen. Die „Pokličky“ gelten zu Recht als eines der Symbole der gesamten Region Kokořín.

Felslabyrinthe und Schluchten

Die Region um Kokořín lässt sich am besten zu Fuss erkunden. Die hiesigen Felsenstädte, engen Schluchten und tiefen Wälder bilden ein Netz von Wegen, auf denen man den ganzen Tag verbringen kann.

Einen Besuch wert sind beispielsweise die Felslabyrinthe in der Umgebung von Mšeno, Kočičina oder der Šemanovický-Stollen. Im Herbst stösst der Besucher hier oft auf Orte, an denen man nur den Wind in den Baumkronen und das Rascheln der Blätter unter den Füssen hört. Ein interessantes Ausflugsziel sind auch die Felsenbehausungen und die Überreste des Lebens der Menschen, denen es gelang, die Sandsteinfelsen als Teil ihres Alltags zu nutzen.

Teufelsköpfe – Begegnung mit dem Geheimnisvollen

Am südlichen Rand dess Kokořín-Gebiet, unweit von Želíz, befindet sich einer der erstaunlichsten Orte der Region – die Teufelsköpfe. Die riesigen, in die Sandsteinfelsen gehauenen Gesichter schuf der Bildhauer Václav Levý im 19. Jahrhundert.

Die mächtigen Felsskulpturen wirken im herbstlichen Wald besonders eindrücklich. Den Ausflug kann man mit einem Besuch weiterer Felswerke von Levý verbinden, zum Beispiel der „Harfenspielerin“, der „Klácelka“ oder der „Felsenschlange“, die in den Wäldern zwischen Liběchov und Tupadly verteilt sind.

Houska – eine von Legenden umwobene Burg

Einen Herbstausflug kann man auch mit einem Besuch der Burg Houska verbinden. Eine der geheimnisvollsten tschechischen Burgen steht inmitten von Wäldern, und ihre Geschichte ist mit zahlreichen Legenden und Sagen verbunden. Houska bietet eine ganz andere Atmosphäre als das romantische Kokořín. Während Kokořín ein Symbol für eine märchenhafte Landschaft ist, wirkt Houska geheimnisvoll und verschlossen. Gerade die nebligen Herbsttage verleihen diesem Ort einen besonderen Zauber.

Vrátenská-Berg – Blick auf die farbenprächtige Landschaft

Liebhaber weiter Ausblicke sollten sich den Vrátenská-Berg nicht entgehen lassen. Vom Aussichtsturm aus eröffnen sich Panoramablicke auf die ausgedehnten Wälder der Kokořín-Region, die Máchas-Landschaft sowie weiter entfernte Gebiete Nord- und Mittelböhmens.

Der Herbst als beste Zeit für gemächliche Wanderungen

Das Kokořín-Gebiet ist keine Landschaft, die man schnell durchqueren muss. Es eignet sich ideal für gemächliche Wanderungen – von einer Felsformation zum Teich, vom tiefen Wald zum Aussichtspunkt, vom kleinen Dorf in eine stille Schlucht. Der Herbst bietet hier etwas, das wir in anderen Jahreszeiten schwerer finden: Ruhe. Die Sommergäste sind abgereist, die Natur ist still geworden und die Landschaft zeigt ihr melancholisches, aber zugleich wunderschönes Gesicht.

Ob Sie nun zur Burg Kokořín, nach Pokličky, nach Harasov, in die Felsenlabyrinthe oder zu den geheimnisvollen „Teufelsköpfen“ aufbrechen – eines ist sicher: Das Kokořín-Gebiet im Herbst wird Sie zur Ruhe kommen lassen.

Und vielleicht liegt genau darin sein grösster Zauber.




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