Die Burg Chudý Hrádek (auch Hrádek oder Poustka genannt) wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf einem felsigen Ausläufer über dem Tal des Dolský-Bachs in der Nähe von Dubá erbaut. Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1391.
Die strategische Lage oberhalb des Zusammenflusses von Bächen in felsigem Gelände bot natürlichen Schutz; der Zugang war nur von Süden über einen langen Wall und Graben möglich, die das Burggelände schützten. Die Burg wurde vermutlich von den Herren von Dubá als Teil ihres umfangreichen Herrschaftsbesitzes gegründet; in einer Erwähnung aus dem Jahr 1391 gehört die Burg Heinrich dem Älteren Berka von Dubá, der seine Besitzungen unter seinen Söhnen aufteilte und unter anderem Hrádek für sich behielt. Im Jahr 1402 erbte sein jüngerer Sohn Jindřich, genannt Vaněk, die Burg, und die Nachkommen des Geschlechts Berk bewohnten die Burg mindestens bis Mitte des 15. Jahrhunderts.
In den Jahren 1519–1522 gehörte die Burg Jiří Kaplíř Osterský von Sulevice, der sie später an Wenzel von Wartemberg verkaufte.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts verlor die Burg an Bedeutung und wurde um 1560 vermutlich verlassen. Die letzte schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1622. Damals wurde Johann Georg von Wartemberg wegen seiner Beteiligung am Böhmischen Ständeaufstand seines gesamten Besitzes beraubt und die Burg wird dabei bereits als unbewohnt und verfallen bezeichnet.
Von Chudý Hrádek sind hauptsächlich die Ruinen des Burgpalastes erhalten geblieben, dessen Mauern mit Fenstern und Schießscharten bis zur Höhe des ersten Stockwerks reichen, die Überreste von Befestigungsanlagen, ein Burggraben, ein Wall sowie ein Brunnen oder eine Zisterne. Heute ist die Anlage frei zugänglich und stellt ein interessantes touristisches und historisches Denkmal mit bescheidenen, aber deutlich erkennbaren Überresten der ursprünglichen gotischen Burganlage dar.




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