Die Burgruine Helfenburk befindet sich etwa drei Kilometer östlich von Úštěk auf dem Gipfel eines Sandsteinsporns im bewaldeten Hrádecký důl. Die Burg wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von den Herren von Klinštejn aus dem Geschlecht der Ronovci errichtet. Für ihre Erweiterung und Verschönerung am Ende desselben Jahrhunderts war der Prager Erzbischof Johann von Jenstein verantwortlich, der unter anderem die mächtigen Befestigungsanlagen errichten ließ. Im 16. Jahrhundert verlor die Burg an Bedeutung, und der Dreißigjährige Krieg bedeutete schließlich ihr Ende. Erst 1887 kaufte der Wirtschafter Graf Josef von Schroll die Burgruine und ließ sie abändern. In den Jahren 1887–1890 ließ er das zerstörte dritte Stockwerk des dreißig Meter hohen Turms, zu dem 143 Stufen führen, wieder aufbauen und machte ihn zu seiner Sommerresidenz. Der ursprüngliche mittelalterliche Zugang zum Turm konnte nicht genutzt werden, da er ins Innere der Burg auf einen Felsen mit den Überresten eines ansonsten unzugänglichen Palastes führte; daher ließ der Besitzer einen Seiteneingang anlegen. Die Burg befindet sich heute im Besitz der Stadt Úštěk. Seit 1978 kümmern sich Freiwillige um die Burg und die Durchführung von Führungen. Die Burg ist frei zugänglich.




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