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Houska

Houska

Die ursprünglich gotische Burg wurde zu Beginn der Regierungszeit von König Ottokar II. Přemysl gegründet. Sie sollte das Verwaltungszentrum der umliegenden Landschaft werden, doch diese Funktion wurde bald von der etwas später gegründeten Burg Bezděz übernommen. Die Burg Houska ging dann in den Besitz der Berks von Dubá über, die sie bis 1432 besaßen, als Jan Smiřický ihnen die gesamte Herrschaft abkaufte. Die Burg blieb bis 1502 im Besitz dieses Geschlechts. Der Umbau der Burg zu einem Renaissance-Schloss im 16. Jahrhundert ist dem Geschlecht der Hrzán von Harasov zu verdanken, das dort bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts ansässig war.

Weitere Besitzer wechselten schnell. Zu den bedeutenderen Besitzern gehörte auch Albrecht von Waldstein, der das Schloss lediglich als Jagdschloss nutzte. Trotz des Umbaus zum Schloss behielt Houska seinen Festungscharakter bis zum Dreißigjährigen Krieg bei, in dessen Verlauf es für kurze Zeit von schwedischen Truppen besetzt wurde. Nach dem Krieg wurde beschlossen, die Burg abzureißen, letztendlich wurden aber nur die Befestigungsanlagen und die wirtschaftliche Vorburg abgerissen. Seit Beginn des achtzehnten Jahrhunderts war das Schloss im Besitz des Geschlechts Kounic, das in den Zwanzigerjahren des neunzehnten Jahrhunderts im Rahmen von Renovierungsarbeiten umfangreiche bauliche Veränderungen vornahm. Rund hundert Jahre später wurde das Schloss erneut renoviert.

Trotz des Untergangs der Befestigungsanlagen ist Houska eine der am besten erhaltenen Burgen von Ottokar II. Přemysl. Obwohl sich die innere Struktur der Paläste verändert hat, sind die ursprünglichen gotischen Bauwerke bis zum zweiten Stockwerk erhalten geblieben, einschließlich vieler architektonischer Details. Wertvoll ist auch die malerische Verzierung der Burgkapelle sowie des sogenannten Grünen Zimmers. Eine Besonderheit ist der Felsen, der sich durch die gesamte Burg zieht und den man sowohl im Innenhof als auch im Inneren sehen kann. Der Innenhof verfügt über eine hervorragende Akustik, was die Burg zu einem beliebten Veranstaltungsort für Konzerte macht.

Die Burg Houska lockt Besucher mit ihrer geheimnisvollen Legende eines Abgrunds, der in die Hölle führt. Einer Legende nach wird das Tor zur Hölle von einem schwarzen Mönch bewacht. Wo genau es sich befindet, bleibt jedoch ein Rätsel – manche suchen es in der Kapelle, andere im Brunnen, jeder nach seiner eigenen Vorstellung.

Die Burg wurde erst 1999 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist mittlerweile zu 90 % restauriert.




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